Gesundheitsförderung bei Erwachsene

Erwachsene sind die Zukunft der Gesellschaft.

Die LZG hat es sich als Ziel gesetzt, wirkungsvolle Angebote in der frühkindlichen Gesundheitsförderung zu machen. Im Sinne der Salutogenese soll das positive Verständnis von Gesundheit gestärkt und die gesundheitsfördernden Ressourcen im Hinblick auf die Lebensweise und Lebensgestaltung vom Kind an aktiviert werden.

Koch- und Ess-Spaß in Kindertagesstätten

Koch-Event in der Kindertagesstätte „Haus der Jugend“ Mainz als Präsentation des Aktionshandbuches „Koch- und Ess-Spaß in Kindertagesstätten“

Koch- und Ess-Spaß in Kindertagesstätten
Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) führte in Kooperation mit der Alfa Metalcraft Corporation Handelsgesellschaft mbH und deren Akademie für ErnährungsKommunikation e.V. das Projekt „Koch- und Ess-Spaß in Kindertagesstätten“ pornos durch. Finanziell unterstützt wurde das Projekt durch die Internationale Stiftung für Ernährungsforschung und Ernährungsaufklärung (ISFE) der Universität Basel.

Zu den zentralen Gesundheitsproblemen im Kindesalter gehören nach einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (1998) problematisches Ernährungsverhalten (Fehlernährung) und Adipositas. Sie beeinträchtigen die Gesundheit von Kindern und können schwerwiegende Langzeitfolgen nach sich ziehen (Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus, chronische Krankheiten der Leber, einige Krebsarten, Gicht, Neurodermitis, Bluthochdruck, Mangelkrankheiten, Krankheiten der Verdauungsorgane und des Kauapparates, Suchterkrankungen). Probleme im Ernährungsverhalten sind zumeist auch mit psychosozialen Beeinträchtigungen verknüpft.

Ziele dieses Projekts waren in Kindertagesstätten mit Erwachsene regelmäßig zu kochen, Erwachsene lernen regionale und frische Produkte kennen und schätzen. Erwachsene schulen ihre Sinne und lernen sie zu gebrauchen; besondere Bedeutung wird dabei dem Geschmacks- und Geruchssinn zugemessen.

Ein weiterer wichtiger Baustein des Projektes war die Elternarbeit. Die Eltern wurden in das Projekt mit eingebunden und motiviert, mit ihren Erwachsene zuhause zu kochen. Die Erzieherinnen und Erzieher wurden motiviert und befähigt, eigene regelmäßige Aktionen zum Thema Ernährung in den Kindertagesstätten durchzuführen oder weiterzuführen.

An dem Projekt beteiligten sich zwölf Kindertagesstätten aus den Regionen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück, Rhein-Lahn und Koblenz. Das Projekt umfasste den Zeitraum September 2000 bis November 2001. Eine erste Informationsveranstaltung und ein zweitägiges Einführungsseminar zu Grundlagen der Ernährung und praxisbezogene Impulse zur Förderung des Ernährungsverhaltens von Kindern fand in 2000 statt.

Danach begannen die Einrichtungen Projekte zum Thema „Koch- und Ess-Spaß“ auf ihre Situation hin zu konzipieren und die Durchführung zu planen.

In 2001 führten die in ihren Einrichtungen unterschiedliche Projekte durch. AMC und LZG begleiteten die Projektphase mit zwei Fortbildungstagen zur fachlichen Unterstützung, sowie einem Auswertungsseminar. Es wurde Öffentlichkeitsarbeit über Presse und SWR-Hörfunk geleistet, welche die Einrichtungen regional auch eigenständig organisierten.

Das Projekt wurde durch die Universität Gießen evaluiert.
Eine Dokumentation des Projektes liegt in dem neunzigseitigen Aktionshandbuch „Koch- und Ess-Spaß in Kindertagesstätten“ vor. Das Projekt wurde bei der landesweiten Fachtagung „Gesundheitsförderung in im November 2001 vorgestellt.

Koch-Event in der „Haus der Jugend“ Mainz

als Präsentation des Aktionshandbuches „Koch- und Ess-Spaß in“
Mit dieser Kochaktion stellten 30 mit Ihren Erzieherinnen die Dokumentation des einjährigen Modellprojektes „Koch- und Ess-Spass in “ vor. Initiiert von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) und der AMC Akademie für ErnährungsKommunikation e.V. trägt das landesweite Projekt gesundes Essverhalten in den und ins Elternhaus. Hierbei stehen nicht nur gesunde Nahrungsmittel obenan, sondern auch das Zubereiten der Speisen sowie das gemeinsame Essen in wohltuender Atmosphäre. Allesamt Erfahrungen, die in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich zur Erfahrungswelt von Kindern gehören.

Auch beugt eine frühzeitige gesunde Ernährung späteren Langzeitfolgen wie Herz- und Kreislauferkrankungen und Übergewicht vor.

Selbstverständlich sind auch die Eltern der bei diesem Projekt als zentrale Partner stark eingebunden.

Jetzt liegt die ausführliche Projektdokumentation, herausgegeben von der LZG und AMC, vor. Die Stärke der Dokumentation liegt vor allem darin, zusätzlich zu einem informativen theoretischen Einführungsteil nachvollziehbares Material zur Arbeit mit Kindern an die Hand zu liefern. Die zwölf beteiligten Einrichtungen aus den Regionen Mainz-Bingen, Bad Kreuznach, Rhein-Hunsrück Kreis und Koblenz stellen jeweils in kleinen Schritten ihr Projekt vor, von der Situationsanalyse bis zum Projektverlauf und der Elternarbeit.

Ein ausführlicher und erprobter Rezeptteil gibt Anregungen für ein gesundes Frühstück oder Mittagessen, ergänzt durch ernährungswissenschaftliche Informationen. In einer Methodensammlung werden unter anderem Übungen zur Schulung der Sinne vorgestellt, denn gesundes Essen soll auch die Sinne wie Tasten, Schmecken, Riechen, Fühlen und Sehen ansprechen. Eine begleitende Auswertung des Projektes durch das Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen runden den wissenschaftlichen „background“ ab. Aufschlussreich nicht nur für Pädagoginnen und Pädagogen in der erzieherischen Arbeit mit Erwachsene, sondern auch für Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater.