Regionale Arbeitskreise Suchtprävention

Zweiter landesweiter Aktionstag zur Suchtprävention

Wie man ein eigentlich ernstes Thema lebendig, heiter und wirksam zugleich umsetzen kann – das veranschaulicht der Aktionstag zur Suchtvorbeugung, der am 26. Mai 2004 zum zweiten Mal landesweit in Rheinland-Pfalz durchgeführt wird. Suchtvorbeugung bei jungen Menschen mal anders – mit Spaß und Erfolgsgarantie.

Veranstalter sind die Regionalen Arbeitskreise Suchtprävention in Rheinland-Pfalz und das Büro für Suchtprävention der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG). Unter dem Motto „be strong. be clean. feel good.” bieten sie am 26. Mai 2004 in 22 Kommunen ein breites Programm zur Suchtvorbeugung an, das sich vor allem an junge Menschen richtet. Im Mittelpunkt steht dabei die Beschäftigung mit Alltagsdrogen. Die Schirmherrschaft hat die Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, Malu Dreyer, übernommen.

Filmprojekte zum Thema Alkopops, Angebote zur Raucherentwöhnung mit Geschmacks- und Geruchstests, Workshops zum Thema Körperkult und Essstörungen sind Beispiele aus dem vielfältigen Programm. Informationen zur Beratung, Workshops zur Persönlichkeitsstärkung, Seminare zur Entspannung und Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung runden das Programm ab. Mit Theateraufführungen und Ausstellungen werden junge Menschen, Schulen und Jugendzentren angesprochen, sich mit verschiedenen Fragen der Suchtentstehung und Suchtvorbeugung zu befassen. Elternabende und Veranstaltungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden in vielen Orten ergänzend angeboten. Landesweit steht zudem ein Internet-Surf-Spiel zur Verfügung, das jungen Menschen auf attraktive Weise Gelegenheit bietet, sich über Süchte und Suchtmittel näher zu informieren.

Das Büro für Suchtprävention koordiniert den Aktionstag und stellt die landesweite Öffentlichkeitsarbeit sicher. Die örtliche und regionale Presse wird vielfach über die Aktionen vor Ort berichten. Plakate, Flyer, Aufkleber und Give-aways unterstützen die Aktion. Das gesamte landesweite Programm wird in einer Broschüre zusammengestellt, die ab Anfang Mai über die LZG bezogen werden kann. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit fördert den landesweiten Aktionstag zur Suchtvorbeugung.

Wer ist das eigentlich – Die Regionalen Arbeitskreise Suchtprävention?
Eine Hintergrundinformation

Landesweit gibt es in 35 Kommunen Regionale Arbeitskreise Suchtprävention. Es handelt sich um freie Arbeitsgemeinschaften, in denen Fachkräfte aus Suchtberatungsstellen, Jugendämtern, Schulpsychologischen Diensten, Häusern der Jugend, Schulen und anderen Einrichtungen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammenarbeiten, um Projekte zur Suchtvorbeugung in ihrer Region zu entwickeln und aufeinander abzustimmen. Die Federführung liegt in der Regel bei einer Fachkraft der örtlichen Suchtberatungsstelle oder des Jugendamtes. Arbeitskreissitzungen finden in der Regel alle 6-8 Wochen statt.

Das Angebot der Arbeitskreise ist vielfältig. Im Zentrum stehen suchtpräventive Programme für junge Menschen, z.B. Informationsveranstaltungen zu Cannabis, Theaterworkshops zur Suchtvorbeugung, Seminare zur Stärkung von Konfliktfähigkeit und Selbstvertrauen, Angebote für eine sinnvolle Freizeitgestaltung. Darüber hinaus bieten die Arbeitskreise auch Seminare für Eltern sowie für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Jugendarbeit und Schule an. Einige Arbeitskreise beziehen auch Kindertagesstätten in ihre Programme mit ein. Einen Überblick über die Projektarbeit der Regionalen Arbeitskreise bietet die vom Büro für Suchtprävention der LZG herausgegebene Dokumentation „Suchtvorbeugung in der Praxis“.

Gemeinsames Fundament der Regionalen Arbeitskreise ist die 1994 unter Federführung des Büros für Suchtprävention der LZG erarbeitete „Rahmenkonzeption“. Das Büro für Suchtprävention koordiniert die Arbeitskreise auf Landesebene und leistet vielfältige fachliche videos xxx Unterstützung. Jährlich werden rund 50 Projekte der Regionalen Arbeitskreise Suchtprävention aus Landesmitteln gefördert.

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